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Kalter Winter trotz "Erderwärmung"?

„Warum spricht man immer von Klimaerwärmung, wo doch die Winter (und auch die letzten Sommer) immer kälter werden? Ist dieser kalte Winter nicht ein Zeichen dafür, dass es die Klimaerwärmung nicht gibt?“ (Jennifer Wolf, Fellbach)

(c) iStock/diephosi

Boris Schinke (Germanwatch): „Nein. Wer die aktuelle Kältewelle auf der Nordhalbkugel zum Anlass nimmt, die globale Erwärmung in Frage zu stellen, verwechselt die Begriffe Wetter und Klima. Regional ungewöhnliche Wetterlagen weichen oftmals vom langjährigen Trend der Globaltemperatur ab. Global und über mehrere Jahrzehnte betrachtet ist der Aufwärtstrend der Temperaturen jedoch auch in 2010 ungebrochen. Insgesamt sind auf allen Kontinenten innerhalb der letzten hundert Jahre die Temperaturen angestiegen.

Die Klimaerwärmung wirkt sich allerdings regional sehr unterschiedlich aus. Besonders stark erwärmt haben sich dabei die Pol-Regionen, sowie weite Teile Afrikas. Die Aussage, dass sowohl die Winter als auch die Sommer immer kälter werden, lässt sich empirisch ganz klar widerlegen. Im Gegenteil: Beide Jahreszeiten sind vor allem auf der Nordhalbkugel wesentlich extremer geworden. Die Winter vor allem mild und feucht mit einer Zunahme starker Winterstürme (siehe Kyrill oder Xynthia). Die Sommer dagegen heiß und trocken mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit extremer Hitzewellen (siehe 2003).“

 

Hier geht es zu allen Fragen und Antworten des Klima-Orakels.