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Gibt es durch den Klimawandel mehr Hochwasser in Deutschland?

„Führt der Klimawandel in Deutschland zu Wasserknappheit oder zu einer größeren Hochwassergefahr?“ (Sabine Marquardt, Gotha)

(c) iStock/Copit

Dr. Jörg Rechenberg (Umweltbundesamt): „Von den möglichen negativen Auswirkungen des Klimawandels sind die steigende Hochwassergefahr und die Verringerung der nutzbaren Wassermenge im Sommer von großer Bedeutung.

In Deutschland werden insgesamt nur 17 Prozent der Wasserressourcen genutzt, so dass man von einem ausreichenden Wasservorrat sprechen kann. Vor allem der Energiesektor braucht große Mengen Kühlwasser. Die Landwirtschaft hingegen kommt mit einem verschwindend geringen Teil aus. Die Trinkwasserversorgung benötigt lediglich drei Prozent der gesamten Ressourcen. Dennoch sind regionale Engpässe nicht auszuschließen. Von einer geringeren nutzbaren Wassermenge in den Sommermonaten sind vor allem die zentralen und östlichen Gebiete Ostdeutschlands betroffen.

Für diese Entwicklung gibt es zwei Gründe: Eine bereits zu beobachtende und in Zukunft verstärkt zu erwartende Verschiebung der Niederschläge vom Sommer in den Winter sowie eine erhöhte Verdunstung als Folge steigender Temperaturen. Hinzu kommt eine besonders im Winter erhöhte Wahrscheinlichkeit von Starkregen und Veränderungen in der Schneedeckendauer. Deswegen steigt durch den Klimawandel vor allem in den Winter- und Frühjahrsmonaten die Hochwassergefahr in ganz Deutschland. Besonders gefährdet sind der Alpenraum und Gebiete ohne ausreichende Auffangflächen und/oder mit hoher Bebauungsdichte.“

Redaktionstipp: Details zu Wasserressourcen und ihrer Nutzung in Deutschland finden Sie beim Umweltbundesamt.

 

Hier geht es zu allen Fragen und Antworten des Klima-Orakels.