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LED statt Halogen – neue Regeln ab September

Am 1. September tritt die sechste und letzte Stufe der EU-Lampenverordnung in Kraft. Nach Glühbirnen sind jetzt Halogenlampen dran. Wir zeigen, warum sich der Wechsel rechnet und was dabei zu beachten ist.

zwei Halogenlampen E27 mit Energieeffizienzlabel nebeneinander, link Klasse D, rechts Klasse C

Die neue Regelung gilt für viele Halogenlampen, aber nicht für alle. Der Wechsel lohnt sich aber in jedem Fall. Denn Halogenlampen verbrauchen im Schnitt nicht nur fünf mal mehr Strom als LED. Sie halten auch nicht besonders lange: Halogenlampen nur etwa 2.000 Stunden, LEDs dagegen 15.000 bis 25.000 Stunden.

8,40 Euro pro Jahr und Halogenlampe sparen

Restbestände der verbotenen Halogenlampen dürfen zwar weiterhin verkauft werden. Aber aus dem vermeintlichen Schnäppchen wird ganz schnell ein teurer Spaß. Denn Halogenlampen sind zwar beim Einkauf oft günstiger. Durch den höheren Stromverbrauch sind sie aber langfristig viel teurer als LED-Lampen. Laut Europäischem Umweltbüro lassen sich bei einer einzigen Halogenlampe über zehn Jahre rund 84 Euro sparen.

Halogen durch LED ersetzen: Worauf ist zu achten?

Betroffen vom Verbot sind vor allem Halogenlampen der Energieklasse D mit ungebündeltem Licht – meist mit den gängigen Fassungen E27 oder E14 in Glühlampen-, Kerzen- oder Tropfenform. Für andere Halogenlampen gelten dagegen Ausnahmen, zum Beispiel für die in manchen Deckenstrahlern und Schreibtischlampen.

Wegen der langfristig wesentlich niedrigeren Kosten lohnt es sich, für alle Leuchten nach Alternativen zu suchen. Dazu sind vor allem fünf Fragen zu beantworten:

1. Welche Form, Fassung und Größe?
Am gängigsten sind Glühlampen-, Kerzen- und Tropfenform; bei den Fassungen die Schraubsockel E27 und E14. Wichtig können auch Länge und Breite sein, vor allem bei kleineren Leuchten wie am Nachttisch.

2. Wie viel Watt bzw. Lumen müssen es sein?
Statt in Watt (W) wird die Helligkeit bei LED in Lumen (lm) angegeben. Watt mal zehn entspricht etwa dem Lumenwert.

3. Eher warmes oder eher kaltes Licht?
Je nach Einsatzort sind verschiedene Lichtfarben sinnvoll: zum Beispiel warm-weiß im Wohnzimmer oder tageslicht-weiß im Arbeitszimmer.

4. Irgendwelche Extras nötig?
Prüfen Sie, ob besondere Eigenschaften nötig sind. Zum Beispiel sind nicht alle LED-Lampen dimmbar.

5. Welcher Abstrahlwinkel und Trafo?
Halogenspots haben meist einen Abstrahlwinkel von 30 bis 36 Grad. Bei LEDs ist die Auswahl größer. Kommt ein Trafo zum Einsatz, funktioniert der in der Regel auch mit LEDs. Bei Niedervolt-Halogenlampen wie GU4 oder GU5.3 kann es Probleme geben.

Weitere Einzelheiten zu den fünf Fragen sind im Dossier „Energiesparlampen & LEDs” zu finden.